26.Dezember: Start der Hobart Yacht Race in Sydney

Hobart Yacht Race in SydneyHeute, am 26.12.11, startet wie jedes Jahr in Sydney die Hobart Yacht Race, schon das 67. Rennen des Sponsors Rolex. Rund hunderttausend Zuschauer werden erwartet, die Windbedingungen sind so günstig, dass der Streckenrekord aus dem Jahr 2005 endlich unterboten werden könnte.

Favoriten
Der Sieger aus 2005, der Australier Bob Oatley mit seiner „Wild Oats XI“, gilt auch dieses Jahr als Favorit. Die 30-Meter Hochseeyacht hatte im Jahr 2005 die Strecke nach Hobart (Tasmanien) in 1/18/40/10 (Tag/Stunden/Minuten/Sekunden) zurückgelegt, immerhin 628 Seemeilen (1163 km). Hauptgegner von Oatley sind Anthony Bell und Sean Langman mit der ebenfalls 30 Meter langen „Investec Loyal“, die Skipper sind Zweitplatzierte des Jahres 2010. Neben dem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen, das erwartet wird, erhoffen sich die meisten der 88 Teilnehmer hauptsächlich günstige Wetterbedingungen ohne Unfälle. Die Hobart Yacht Race gilt als gefährliche Regatta, im Jahr 1998 starben in einem schweren Sturm sechs Segler. Die Voraussage hat mäßigen Wind N/O zum Start in Ostaustralien prognostiziert, der um die Mittagszeit stattfindet (nach deutscher Zeit nachts). Die Winde werden dann auf Süd drehen und zunehmen. Die Entscheidung fällt indes in der Regel auf den letzten Seemeilen, dem Derwent River kurz vor Hobart, denn dort herrscht oft nur Flaute bis Leichtwind. Eine neue Bestzeit wird rein aus statistischen Gründen erwartet, in der Geschichte der Regatta seit 1945 gab es bislang 10 neue Rekorde, also etwa alle sechs Jahre einen. Der längste wurde allerdings über 21 Jahre gehalten, die US-amerikanische „Kialoa III hatte ihn im Jahr 1975 aufgestellt, SAP-Gründer Hasso Plattner unterbot ihn erst im Jahr 1996 mit der „Morning Glory“.

Hoffen auf den Wind
Der Windrichtungswechsel auf Süd beeinflusst die legendäre Regatta sehr entscheidend, die größten Boote profitieren am meisten davon. Die dienstälteste weibliche Teilnehmerin Adrienne Cahalan, Navigatorin auf der „Wild Oats XI“ und schon zum 20. Mal dabei, hofft auf das amerikanische Vorhersagemodell, das dem Nordost eine zwölfstündige Dauer und damit den großen Booten genug Schub bis Gabo Island verspricht. Wenn dann auf der Bass Strait, der „Ausreitstraße“ vor Tasmanien bei Süd-Süd-West haushohe Wellentürme die Yachten hin und her werfen, haben die Großen meist die besseren Chancen. Skipper auf kleinen Booten müssen mit der Gefahr äußerst verantwortungsbewusst umgehen.

Bildquelle: http://rolexsydneyhobart.com

Category News, Wassersport

Multimag Comments

We love comments
No Comments Yet! You can be first to comment this post!

Your data will be safe! Your e-mail address will not be published. Also other data will not be shared with third person. Required fields marked as *