Ein neues Servicesystem für Bootsbesitzer

Der Shiptronics PrototypMit einem neu entwickelten Servicesystem wollen drei junge Kärntner Bootsbesitzern helfen, Schäden zu vermeiden.

Mit dem Maturaprojekt in die Selbstständigkeit

Im Rahmen seines Projekts für die Matura in Klagenfurt, das österreichische Pendant zur Abitur, hat ein junger Student ein System entwickelt, mit welchem die Wartung von Booten wesentlich erleichtert werden soll. Das System mit dem Namen „Shiptronics“ überwacht ständig unterschiedliche Parameter und kann den Bootsbesitzer damit vor drohenden Schäden warnen. Begonnen hat die Entwicklung vor rund einem Jahr, heute ist Alexander Mikula mit zwei Freunden dabei, das System zur Vernetzung von Motor- und Elektrobooten serientauglich zu machen, Ziel ist nämlich die Unternehmensgründung.

Bootsbesitzer und Servicebetrieb werden gewarnt

Die Zielgruppe, die mit „Shiptronics“ angesprochen werden soll, sind vor allem Servicebetriebe, denen damit die Wartung und der Service der Boote erleichtert werden soll. Mit dem System werden verschiedenen Parameter, wie die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Motorraum, Batteriespannung, der Bilgestand, die Ladestromversorgung oder der Koprod-Alarm bei Elektrobooten überwacht. Im Falle eines kritischen Messwertes oder bei einer anderen festgestellten Bedrohung ist es möglich den Bootsinhaber und den Servicebetrieb direkt zu informieren. Diese Information wird per Smartphone-App oder SMS erfolgen und können auch über eine Internetseite eingesehen werden.

Mit Shiptronic wird eine Marktlücke geschlossen

Mitte Juni 2015 soll die Entwicklungsphase von „Shiptronics“ abgeschlossen sein, es gibt auch bereits selbst gefertigte Prototypen. Die Idee kam vom Projektbetreuer der Schule, dieser hat Mikula mit einem Bootshersteller in Kontakt gebracht, der großes Interesse an einem Sicherheitssystem zeigte. Nach dem Abitur entschied sich Alexander, am Projekt weiter zu arbeiten und serienfähig zu machen. Seine beiden Freunde Stefan und Benedikt unterstützen ihn dabei. Die Technik sei zwar nicht neu, sagte Alexander in einem Interview, trotzdem sei sie für Motor- und Elektroboote eine Marktlücke. Ähnliche Systeme bieten wesentlich weniger Überwachungsfunktionen.

Schon in den nächsten Wochen sollen erste Serviceunternehmen ihr Feedback zu „Shiptronics“ geben, die bisherigen Rückmeldungen waren durchaus positiv. Die Kosten werden sich zwischen 500 und 700 Euro bewegen. Eine sehr positive Idee, die von den Bootsbesitzern sicher aufgegriffen wird.

Foto: shiptronics.net