Boote ziehen mit dem Ford Kuga

Ford KugaMag der Ford Kuga optisch im SUV-Bereich auch eine Bereicherung sein, durch sein flottes, dynamisches Äußeres, so lässt er doch an praktischen Elementen etwas zu wünschen übrig. Eine zweigeteilte Heckklappe öffnet ein Kofferraumvolumen von nur 410 Litern im Normalzustand, dieses lässt sich aber auf 1.405 Liter erweitern. Soll es bei umgelegten Rücksitzen allerdings eine ebene Ladefläche sein, müssen erst einmal die Sitzflächen der Rücksitze umgeklappt werden, was ein wenig aufwendiger ist als bei anderen SUV dieser Klasse. Trotzdem besitzt gerade der Ford Kuga 2.0 TDCi 4×4 auch die Kraft, einen Trailer oder Anhänger mit ausreichend Power und Kraft vom Fleck zu ziehen.

Etwas umständlich mutet die fehlende elektrische Sitzeinstellung an, denn der Fahrer muss, wenn es sich nicht immer um denselben Fahrer handelt, von Hand immer wieder die Einstellungen neu vornehmen. Was den Elan des Zweiliter-Turbodiesel angeht, ist die Fahrweise ein wenig ruppig und auch das für zusätzlich 2.000 Euro zu erhaltende Doppelschaltgetriebe bringt die Gänge immer einen Tick zu spät in Position. Auch beim Anfahren, gerade mit Trailer, wirkt der Ford Kuga ein wenig Träge und bringt es ohne Trailer gerade einmal in 11,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Ein weitere Nachteil gegenüber seinen SUV-Konkurrenten ist der doch relativ hohe Spritverbrauch des Ford Kuga. Er liegt im Schnitt bei 8,0 Litern, was definitiv auch in dieser Wagenklasse zu viel ist in der heutigen Zeit.

Wer jedoch einen zugkräftigen Dauerläufer sucht, den so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann und wer nicht sonderlich auf die Verbrauchswerte achtet, der liegt mit dem Ford Kuga richtig. Das trotz der etwas holprigen Fahrweise relativ gut abgestimmte Fahrwerk bringt den Fahrer gut und sicher ans Ziel und auch der Trailer findet seinen Platz auf der optional erhältlichen Anhängerkupplung. Gerade im Bereich zuverlässiges Transportieren von Booten auf einem Trailer oder beim Ziehen von Wohnwagen, lässt der Ford seine Ausdauer erkennen. Er läuft und läuft und läuft, auch wenn dafür in Sachen Spritzigkeit und Handling einige Kompromisse eingegangen werden müssen.

Insgesamt ist der Ford Kuga im Vergleich zu seinen Konkurrenten also etwas ins Hintertreffen gelangt, was ihn aber trotzdem zuverlässig einen Trailer ziehen lässt. Wer also auf Langlebigkeit und Zuverlässigkeit setzt, anstatt auf sportliche Eleganz und Dynamik, der kann sich zum Transport eines Trailer sicher den Ford Kuga anschaffen. Ausreichend Platz bietet er allemal für Familie, Gepäck und Ausrüstung.

Category Auto und Boot, News

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