In Sachsen sorgt ein Verbot für Motorboote für Frust

Verbot für MotorbooteIn Sachsen sind infolge des Tagebaus Seenlandschaften entstanden, die nicht nur touristisch genutzt werden, sondern auch gewerblich und sportlich. Jetzt sorgen Verbote für Motorboot-und Jetski für Ärger.

Motorbootverbote sorgen für Aufregung
Im Lausitzer Seenland und im Leipziger Neuseenland sollen im vergangenen Jahr 430.000 Gästeankünfte registriert worden sein. Das hat der Landestourismusverband der Deutschen-Presseagentur auf Anfrage mitgeteilt. Damit gab es im Vergleich zum Jahr 2012 eine Steigerung um 3,2 Prozent. Angaben der Urlauber zufolge sollen etwa 10 Prozent der Urlaubsreisenden diese Region wegen des Wassers oder des Wassersports gewählt haben. Urlauber, die wegen des Wassersports die sächsischen Seen aufgesucht hatten, werden in diesem Jahr unter umständen enttäuscht. An einigen Binnenseen ist für diesen Sommer ein Verbot für das Motorbootfahren, Jetski und Kitesurfen ausgesprochen worden. Dieses Verbot betrifft einige Seen, so beispielsweise den Bärwalder See. Aber auch am Zwenkauer See, der im Süden von Leipzig liegt, wurde ein Verbot für Motorbote ausgesprochen. Die Gemeinde Boxberg in der Oberlausitz möchte sich dieses Verbot jedoch nicht gefallen lassen. Daher gibt es eine zurzeit noch laufende Auseinandersetzung zwischen der Gemeinde Boxberg und der Landesdirektion in Sachsen. Der Bärwalder See ist der Größte innerhalb Sachsens. Er zieht Wassersportler aus Deutschland, Polen und Tschechien an.

Landesdirektion sorgt für Motorboootverbot
Die sächsische Landesdirektion sorgt jedoch in diesem Jahr dafür, dass der Bärwalder See in diesem Jahr nicht sportlich genutzt werden kann. Der Grund hierfür sei eine unzureichende Kennzeichnung der Flächen, welche durch die „gefahrgeeigneten Wassersportarten“ genutzt würden. Diese Fläche seien nicht in ausreichendem Maße abgesperrt worden. Der Widerspruch der Gemeinde Boxberg liegt der Landesdirektion vor, es sei jedoch noch nicht darüber entschieden worden. Das Verfahren sei noch am Laufen. Die Landesdirektion verlangt von der sächsischen Gemeinde, dass die verschiedenen Bereiche durch Tonnen voneinander getrennt werden. Der Projektleiter Krautz gibt jedoch zu bedenken, dass das finanziell nicht machbar sei. Zudem gab es bislang keine nennenswerte Unfälle zwischen den verschiedenen Wassersportlern.

Naturschutzverbände sorgen für ein Motorbootverboot in Leipzig
Am Zwenkauer See wollte die Stadt Leipzig eine Genehmigung für 320 Motorboote. Der knapp zehn Quadratkilometer große See im Süden Leipzigs ist jedoch in das Visier von Tierschützern geraten. Die Naturschutzverbände haben Widerspruch gegen dieses Genehmigungsverfahren eingelegt. Aus diesem Grund liegt die Genehmigung für diese 320 Motorboote bislang auf Eis und das, obwohl durch die Stadt überprüft wurde, ob es Auswirkungen auf die Natur gäbe. Bis dem Genehmigungsverfahren der Stadt Leipzig stattgegeben wird, ist der Zwenkauer See für den Motorbootsport nicht nutzbar.