Leipzig bleibt weitgehend Motorbootfrei

Neuseenland Leipzig bleibt Motorbootfrei

Leipziger Neuseenland

In Leipzig wurde die Schiffbarmachung gestoppt. Es werden nur Einzelgenehmigungen erteilt. Im Neuseenland fehlt die Entscheidung noch.

Naturschutz stoppt Motorbootfahrten in Leipzig
Nach einem fünf Jahre andauernden Streit, steht es jetzt fest, die Wasserstraßen im Leipziger Stadtgebiet, die bei Freizeitkapitänen so beliebt sind, dürfen auch in Zukunft nicht mit Motorbooten befahren werden. Der ehemalige FDP-Wirtschaftsminister Sven Morlok hatte vorgeschlagen bestimmte Teile, wie das Pleißeflutbett, Abschnitte des Elsterflutbettes oder den Karl-Heine-Kanal für Motorboote freizugeben und somit schiffbar zu machen. Die Behörde hat dieses Vorhaben nun gestoppt.

Es werden nur Einzelgenehmigungen erteilt
Der Grund für die abweisende Entscheidung war der Naturschutz und 11.000 Bürger, die eine Petition gegen Motorbootsfahrten unterschrieben haben. Alle Auenwaldfließgewässer kamen laut Landesdirektion ohnehin nicht in Betracht, da sie den Schutzstatus „Natura 2000“ besitzen, ein EU-Projekt zur Erhaltung der Artenvielfalt. Das nautische Gutachten der TU Dresden hat 2012 zwar bestätigt, dass 8,5 Kilometer in zentrumsnahen Abschnitten für Motorboote freigegeben werden könnten, die Geschwindigkeit müsse jedoch auf 7 km/h gedrosselt werden. Doch auch dagegen gab es wieder Proteste. Gegen Motorboote mit Elektromotor gibt es laut Landesdirektor Holm Felber jedoch naturschutzrechtliche keine Einwände. Interessierte müssten einen Antrag bei der Unteren Wasserbehörde stellen, was zu bisher 130 Einzelgenehmigungen für Motorboote geführt hat. Nutznießer waren vor allem touristische Unternehmen, Einsatzboote der Feuerwehr oder der Lebensrettungsgesellschaft, Sportvereine und Arbeitsboote.

Im Neuseenland keimt noch Hoffnung auf Genehmigung
Über die Schiffbarkeit im Neuseenland wurde bisher noch keine Entscheidung getroffen. Zum Neuseenland gehören der Störmtaler-See, der Markkleeberger See, der Cospudener See und der Zwenkauer See, sowie die beiden Schleusenkanäle, welche die Seen verbinden. Am Störmtaler See und am Zwenkauer See gibt es bereits größere Bootsliegeplätze, weshalb die Hobbykapitäne nur mehr darauf warten, endlich grünes Licht zu bekommen. Wann das Prüfverfahren abgeschlossen wird, kann die Landesdirektion jedoch derzeit noch nicht sagen. Leipziger Motorbootkapitäne müssen also noch weiter warten, ob sie in See stechen können.

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