Motorkajütboote und -Yachten

Motorkajütboote und -Yachten Der Unterschied zwischen einem Motorkajütboot und einer Motoryacht liegt in der Größe. Im Segelbereich ist die Yacht eindeutig durch das Vorhandensein eines Kiels gekennzeichnet (im Unterschied zur Jolle). In beiden Klassen (Motor und Segel) spricht man ab etwa 6 – 7 m Rumpflänge von einer Yacht, die zudem mit einem Deck und mindestens einer Kajüte ausgestattet ist.

Der Begriff Yacht bedeutet eigentlich „schnelles Schiff“, der Begriff kommt aus dem niederländischen „Jacht“, dies wiederum ist eine Verkürzung des mittelniederdeutschen „Jachtschip“ = Jagdschiff. Heutzutage kennzeichnet der Begriff Yacht auf jeden Fall ein Boot für Sport-oder Freizeitzwecke. Das Motorkajütboot oder die Yacht wird nach einem von zwei Prinzipien gebaut: Als Verdränger, sparsamer im Verbrauch und weicher laufend, oder als Gleiter, schneller, aber bei hartem Wasser auch härter aufschlagend. Bei den Böden unterscheidet man V-, gemäßigte V-und Rundspant-Böden.

Ein Motorkajütboot, das man gebraucht je nach Zustand schon ab etwa 3500,- EUR erwerben kann, ist in der Regel mit Diesel-oder Benzinmotor motorisiert, wobei die Leistung schon bei etwa 6 PS beginnt, vielfach aber zwischen 30 – 50 und bei einigen Modellen bis ca 170 PS geht. Ein solches, 9,10 m langes Motorkajütboot hat neben der erwartbaren Ausstattung (Kajüte, WC etc) auch einen Salon, eine Bugkabine mit Innenfahrstand, Echolot und Sumlog, UKW-Funk, elektrischen Anker und SAT-Anlage, eine Badeplattform nebst Badeleiter, ein Bugstrahlruder und sonstige Extras und wird gebraucht (Bj 1991) für 59.000,- EUR abgegeben. Der Unterschied vom Motorkajütboot zur Yacht ist also fließend, wenn man nicht das durchgehende Yachtdeck als ausschlaggebendes Kriterium anwendet. Eine akzeptierte Meinung spricht auch dann erst von einer Yacht, wenn das Motorkajütboot mit mehr als einer „Schlupfkabine“ bewohnbar ist und man sich darauf gern länger als die üblichen 1 – 2 Tage als auf einem Daycruiser aufhalten möchte.

Motoryachten mit einer Länge ab ca 15 m sind naturgemäß stärker motorisiert und komfortabler ausgestattet als ihre kleinen Brüder. Schon ab einer Länge von etwas über 20 m (Breite 5,21 m) werden gern zwei Motoren mit je 1300 PS genutzt, die das Boot auf 37 Knoten = mehr als 68 km/h bringen. Der Komfort ist so großzügig wie man es erwartet. Man kann Motoryachten schon ab ca 900,- EUR chartern, dafür ist man auf dem Mittelmeer eine Woche mit zwei Kabinen (bis etwa fünf Personen) unterwegs.

Ab 23 – 60 m spricht man von Superyachten, und darüber beginnen die Megayachten: hochseetauglich, luxuriös ausgestattet und entsprechend hochpreisig. Die Faustregel besagt, dass sie mindestens eine Million US-Dollar pro Meter kosten. Da sich Superlative stets fortsetzen lassen, nennt man neuerdings Yachten über 100 m Giga-Yachten.

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