Sportboote und Runabouts

Sportboote Und RunaboutsEin faszinierender Bootstyp sind zweifellos im Bereich der Sportboote die Runabouts. Letzterer Begriff stammt eigentlich aus der Autoentwicklung für ein zweisitziges Modell aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde dann in die Bootswelt und gar in die Begrifflichkeit der Star-Trek-Serie (für ein interstellares Kurzstreckenschiff) oder sogar für Babymobile übernommen. Es gibt Sportboote in den Antriebsarten Diesel/Benzin, Flüssiggas, Elektro und Hybrid. Umweltfreundlichkeit wird auch auf dem Wasser immer größer geschrieben.

Die Höchstgeschwindigkeiten von Sportbooten und Runabouts können gern über 42 km/h liegen (auch mit Elektromotoren!), was völlig ausreicht, denn vorgeschrieben sind auf deutschen Gewässern meist höchstens 30 km/h, in Nebenarmen von Flüssen und auf Kanälen meist wesentlich weniger. Eher in die Kategorie Rennboot gehören Modelle mit bis zu 400 PS, die 74 km/h schnell werden können, jedoch immer noch zu den Runabouts zählen.
Interessant wird es bei den Reichweiten. Die Angaben bewegen sich zwischen 150 km für elektrogetriebene Runabouts bis 380 km für einen Diesel, mit Flüssiggas kann sich die Reichweite allerdings verdoppeln. Bei Elektroantrieben richten sich Hersteller zudem oft nach Kundenwünschen, sprich: sie packen ein paar Batterien mehr ins Boot, wenn die Fahrt etwas länger dauern soll.

Die Anfänge der kleinen Flitzer reichen zurück in die 1920er Jahre, damals wurden die Holzboote mit Außenbordmotoren betrieben. Der Schiffbaupionier John L. Hacker entwickelte viele Design-Innovationen, unter anderem den V-Boden. Auf seinen Ideen beruhen praktisch alle nachfolgenden Generationen der Sportboote. Die ersten europäischen Modelle stammen vom Italiener Carlo Riva, der sie in den späten 1950er bis 1960er Jahren entwickelte. Mit seinen Baureihen gewann das Unternehmen Riva, schon seit 1842 in Norditalien ansässig, prominente Kundschaft wie Brigitte Bardor, Peter Sellers, Sophia Loren und andere. Auch nach dem Verkauf der Firma in den frühen 1970ern war Carlo Riva weiter im Metier tätig und schuf unter anderem die Monte-Carlo Offshorer sowie die Runabouts mit einem abgestumpften Rumpf, der die Stabilität auf dem Wasser nochmals verbesserte. In Deutschland werden Runabouts in jüngster Zeit zum Beispiel von Günther Graf und Winfried H. Wilke entwickelt, die bahnbrechende Modelle in der obersten Preis-und Leistungskategorie schufen.

Kleinere Sportboote, also auch die Runabouts, kosten neu gewöhnlich um 12.000,- bis 16.000,- EUR, gebraucht erhält man sie schon weit unter 10.000,- EUR. Noch wesentlich günstiger sind Schlauchbootversionen zu haben. Allerdings sind dies Mittelklassepreise. Wer es luxuriös und sehr leistungsstark haben möchte, greift weit tiefer in die Tasche: Für Sportboote kann man auch 400.000,- EUR ausgeben.

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