Bootsführerschein

Sportbootführerschein SeeWeitere Infos unter: Lockerung der Führerscheinregelung für Motorboote

1. Wann wird ein Bootsführerschein benötigt?
Einen Bootsführerschein benötigt jeder, der ein Motorboot führen möchte, welches eine Mindestleistung von fünfzehn PS besitzt. Fahrer die unter der Aufsicht einer Person stehen, die den Sportbootführerschein bereits besitzt, müssen keinen Bootsführerschein vorweisen. Voraussetzung ist, dass der Fahrer mindestens 16 Jahre alt ist und die Anweisungen des Führerscheininhabers auch befolgt. In anderen europäischen Staaten wird der Sportbootführerschein ebenfalls benötigt. Im Falle eines Unfalls ist dessen Besitz von besonders hoher Wichtigkeit. Jede Person die eine Versicherung abgeschlossen hat, während des Unfalles aber keinen Sportbootführerschein besitzt, kann ihren Versicherungsschutz verlieren. Dies trifft selbst dann zu, wenn in dem jeweiligen Gewässer kein Bootsfüherschein vorgeschrieben ist. Im Falle eines Personenschadens, kann in Deutschland sogar ein Strafverfahren eingeleitet werden. Deshalb sollte man sich auch im Ausland nicht leichtsinnig hinter das Steuer eines Motorbootes setzen. Der deutsche Motorbootführerschein ist eine amtliche Bescheinigung, die auch mit dem Zertifikat der UN versehen ist.

2. Was für Führerscheine gibt es überhaupt?
Vor der Ausbildung für den Motorbootführerschein muss beachtet werden, dass es unterschiedliche Arten des Motorbootführerschein gibt. Falls Sie sich auf dem Meer bewegen möchten, sollten Sie zunächst den Sportbootführerschein für die See erwerben. Dieser vermittelt die wesentlichen Grundlagen des Motorbootfahrens. Dieser Führerschein kann oftmals auch online erworben werden. Neben dem allgemeinen See-Sportbootführerschein, existieren noch der Sportseeschifferschein, der Sportküstenschein und der Sporthochseeschifferschein. Kinder- und Jugendliche können ab einem Alter von sieben Jahren den Segelschein erwerben, dieser wird auch als DSV-Jüngstensegelschein bezeichnet. Der Schein verliert ab dem 17. Lebensjahr an Gültigkeit. Jugendliche und Kinder dürfen damit nicht auf großen Flüssen mit einem hohen Verkehrsaufkommen segeln. Zudem muss das Boot altersgerecht sein und die Fahrt von einem Experten überwacht werden. Wer an Segelregatten teilnehmen möchte, muss einen DSV-Segelschein besitzen. Der Segelschein ist kein amtlicher Bootsführerschein.

3. Warum wird ein deutscher Sportbootführerschein benötigt?
Beim Fahren wird in vielen Fällen ein deutscher Motorbootführerschein benötigt. Mit diesem kann mit Segel- und Motorbooten auf offiziellen Binnenschifffahrtstraßen gefahren werden. Mit dem deutschen Sportbootführerschein dürfen Boote mit eienr maximalen Länge von 15 Metern gefahren werden. Am deutschen Fluss, dem Rhein, wird beim Fahren mit einem mehr als 15 Meter langem Boot, das Sportschifferpatent benötigt. Auf dem Bodensee und einigen anderen Stellen wird das Bodenseeschifferpatent benötigt. Die vielen regionalen Regelungen verbieten das Fahren ohne einen gültigen deutschen Motorbootführerschein.

4. Welchen Bootsführerschein brauche ich?
Der Bootsführerschein wird auf dem gesamten Globus anerkannt. Dieser gilt allerdings nicht für die Fahrten auf Seen oder Flüssen. Je nach Küstenabstand werden weitere Bootsführerscheine benötigt. Wer Traditionsschiffe und Yachten führen möchte, welche bis zu 12 Seemeilen von der Küste entfernt sind, benötigt einen Sportküstenschifferschein. Der Sportseeschifferschein ist bis zu einem Küstenabstand von 30 Meilen gültig. Weitere Distanzen können nur mit dem Sporthochseeschifferschein zurückgelegt werden.

5. Online-Kurs oder Präsenzkurs – was ist besser?
Der Online-Kurs beinhaltet den Nachteil, dass das Wissen nur theoretisch abgefragt wird. Allerdings kann auch der Vorteil genutzt werden, dass der Stoff schnell erlernt und viel Zeit eingespart werden kann. Wer Wert auf eine praktische Ausbildung legt, sollte den Präsenzkurs durchführen. Dieser bietet den Vorteil, wie der Name schon sagt, dass das erworbene theoretische Wissen direkt vor Ort angewendet und vertieft werden kann. Im Endeffekt ist die Wahl des Kurses egal. In beiden Kursen erfolgt eine theoretische und praktische Prüfung. Der Präsenzkurs bietet selbstverständlich den Vorteil, dass man sich besser auf die praktische Prüfung vorbereiten kann. Das notwendige Wissen für die Prüfung des Motorbootführerschein ist nicht sehr schwer zu lernen. Im Regelfall kann dieses bereits in zwei Tagen erlernt werden. Auf den eigentlichen Prüfungstermin kann man allerdings etwas länger warten. Wer den Motorbootführerschein also für einen Urlaub macht, sollte diese Zeit auf jeden Fall mit einplanen.

Lehrmaterial für den Sportbootführerschein See und Binnen finden Sie hier in der Rubrik Bootsführerschein

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