Neues zu Motorbooten aus der Gegend um Leipzig

Cospudener See

Bild: Andreas Hannusch ch at de.wikipedia

Zu DDR-Zeiten qualmten hier die Schlote riesiger Kraftwerke und es wurde Braunkohle gefördert, was das Zeug hält. Heute sind die ehemaligen Tagebau, die das Landschaftsbild um Halle und Leipzig prägen, Gegenstand einer sorgsamen Renaturierung geworden. Die Landschaft hat sich völlig verändert. Zum großen Teil sind Seen entstanden, an denen durchaus Mittelmeerflair aufkommen kann. Die Leipziger Tieflandsbucht ist zudem klimatisch begünstigt. Das kann im Sommer warme und milde Tage bringen, wenn im übrigen Deutschland der Regen fällt. Ein Blick auf die Klimawerte zeigt das. Die Wassersport- und Motorsportszene ist seit vielen Jahren in der mitteldeutschen Seenlandschaft heimisch geworden und bietet auch immer mehr Fans die Möglichkeit zu tollen Urlaubstagen mit ihrer Motorsportpassion. Bereits die GST in der DDR hatte Motorboote auf einigen Seen. Dort konnten die Mitglieder den Bootsführerschein erwerben.

An vielen Seen gibt es Motorboothäfen, zum Beispiel am Cospudener See. Hier hat sich eine Szene entwickelt. Aber auch am Kulkwitzer See, dem zweiten großen See am Stadtrand von Leipzig, hat sich eine ausgesprochene Szene entwickelt. Hier ist auch Tauchen möglich, der See war dafür bereits zu DDR-Zeiten bekannt. Viele Motorsportfreunde nutzen deshalb die Möglichkeit, vom Boot aus zu tauchen.

ZUr Zeit bietet das Fahren von Motorbooten aber auch immer wieder Anlass zu Diskussionen, zum Beispiel rund um den Geiseltalsee bei der Domstadt Merseburg. Die Grünen sind für ein Verbot von Motorbooten auf dem Geiseltalsee, auch einige Professoren haben sich dieser Meinung angeschlossen. Das Thema wird in der Region nicht allein von Motorsportfreunden heiß diskutiert. Angeblich würden Dreck und Lärm die Touristen abschrecken. Aber die Fans der Motorboote sind auch Gäste, die die Region anzieht. Anderswo geht es doch auch. Man möchte vor allem benzinbetriebene Motorboote verbieten. Elektroantrieb oder Solarantrieb soll dagegen erlaubt sein. Dieser Umstand verbannt die Motorboote nicht grundsätzlich.
Der Geiseltalsee befindet sich übrigens noch in der Flutungs- und Herstellungsphase. Eine endgültige Freigabe wird es wohl erst 2015 geben. Siche werden auch die Motorboote dann doch einen Stellenwert im Erholungsspektrum des Gewässers haben, den sie bringen letzendlich Touristen in die strukturschwache Region.

Category News, Reise & Revier

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