Yacht „Balu“ in der Karibik gefunden

Yacht Balu in der Karibik treibend im Meer gefundenDie deutsche Yacht „Balu“ des Einhandseglers Bodo Rufenach ist in der Karibik vor der Insel Martinique treibend im Meer gefunden worden. Allerdings fehlt von dem Skipper bislang jede Spur. Wahrscheinlich wurde Rufenach von Bord der „Balu“ gespült. Der 57-Jährige Oberpfälzer Rufenach ist seit dem Jahr 2008 bereits zu einer Weltumsegelung unterwegs. Seine Rückkehr plante er nach Angaben seines Bruders für den August des Jahres 2016, nämlich genau acht Jahre nach dem Beginn seiner Weltumsegelung.

Im Online-Blog des Seglers „Balu“ ist am Samstag die letzte Positionsmeldung gepostet worden, als sich das Boot etwa 100 Seemeilen östlich vor Martinique befunden hatte. Rund einen Tag später ist dann die „Balu“, eine blaue Segelyacht, mit komplett gesetzten Segeln in südlicher Richtung von Fort-de-France gesichtet worden. Da segelte die „Balu“ mit ihrer Selbststeueranlage, allerdings ohne Bemannung zwischen den Inseln St. Lucia und eben Martinique. Rund 20 Minuten nach der Meldung über die unbenannte Segelyacht wurde ein Rettungskreuzer von Martinique ausgesendet und dieser begann umgehend mit der Durchkämmung des gesamten Seegebietes östlich der Insel. Wegen der zunehmenden Dunkelheit musste allerdings die Suche nach dem deutschen Skipper Rufenach gegen etwa 22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zunächst eingestellt werden.

Die „Balu“ schleppte der Kreuzer noch in den Hafen von Martinique. Die Ermittlungen der ortsansässigen Polizei brachte allerdings keine Erkenntnisse zum Verbleib von Rufenach zu Tage. Aber es wurde festegestellt, dass allem Anschein nach die Maschine der Yacht nicht mehr funktionstüchtig gewesen ist und daher der Skipper augenscheinlich versucht hatte, die yachteigene Wasserpumpe für die Maschinenkühlung zu reparieren.

Am vergangenen Samstag meldete sich Rufenach das letzte Mal in seinem Blog und berichtete, dass der Wind zunehmend auffrische und die See gröber werde. Auch von der Begegnung mit einem Frachtschiff, dem er ausweichen musste, berichtete er in seinem Blog. Wahrscheinlich ist der Skipper während der letzten 100 Seemeilen seiner Atlantiküberquerung verunglückt.

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